​Länderinformationen

Name

Der Name Sri Lanka bedeutet auf Sanskrit so viel wie „ehrenwerte Insel“. Der frühere Name des Landes war Ceylon.

Lage – Allgemein

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Landkarte von StepMap

Sri Lanka ist ein Inselstaat im Indischen Ozean, 237 Kilometer östlich der Südspitze Indiens. Die Fläche der Insel beträgt 65.610 Quadratkilometer.

Zeitzone

Die Zeitdifferenz zwischen Sri Lanka und Deutschland beträgt im Sommer +3,5 Stunden und im Winter +4,5 Stunden.

Geographie

Sri Lanka kann grob in drei Landschaftszonen untergliedert werden. Das Hochland mit den bekannten Teeanbaugebieten und hohen Bergen im Zentrum Sri Lankas, die fruchtbaren Tieflandebenen und der Küstenbereich.

Der größte Berg ist der Pidurutalagala mit 2.525 Metern Höhe. Ein weiterer Berg, der Sri Pada, auch Adam‘s Peak genannt, ist für einige Religionen von zentraler Bedeutung. Die Insel besteht größtenteils aus tropischen Ebenen.

Flora und Fauna

Auf dem Inselstaat sind viele endemische Tier- und Pflanzenarten heimisch. Die Biodiversität ist sehr ausgeprägt. Der Bodhibaum, der älteste bekannte Baum der Welt, steht in Sri Lanka.

Im Westen und Süden gibt es hauptsächlich tropische Regen- und Bergwälder, während im Osten und Norden Buschvegetationen vorherrschend sind. Die wichtigsten Anbau-und Kulturpflanzen sind Reis, Zuckerrohr, Kokos, Indigo, Tabak, Kaffee und einige andere. Bedeutende Gewürzpflanzen sind unter anderem Chili und Zimt.

Auf Sri Lanka leben einige imposante exotische Tierarten. Zu ihnen zählen beispielsweise Warane, Krokodile, die Tigerpython oder der Sri-Lanka-Leopard.

Verschiedene Affenarten, wie z.B. Hutaffen und Hanuman-Languren, kann man hier genauso antreffen wie Sambars und Asiatische Elefanten. Geckos sind sehr weit verbreitet und auch die Vogelarten sind sehr interessant, wie etwa Kormorane oder verschiedene Papageien.

Geschichte

Um etwa 500 v.Chr. wanderten nordindische Siedler in das heutige Sri Lanka ein, die später zu den Singhalesen werden sollten. Im Jahr 247 v.Chr. wurde der Theravada-Buddhismus nach Sri Lanka eingeführt.

Nicht weit von der Stadt Anuradhapura entfernt entstand mit Mihintale eines der ersten buddhistischen Klöster. Die Stadt war auch vom 6. bis ins 11. Jahrhundert die Hauptstadt des singhalesischen Reiches.

Ab dem 13. Jahrhundert etwa existierte auch ein tamilisches Königreich. Ungefähr im ersten Jahrtausend nach Christus nahm man auch Kontakt mit größeren, entfernten Reichen auf, wie etwa China oder dem Römischen Reich und betrieb Handel.

Die Seidenstraße wurde zu einer bedeutenden Handelsroute für Sri Lanka. In der frühen Neuzeit wurde Sri Lanka von europäischen Kolonialmächten erobert, die Fremdherrschaft war jedoch meist auf die Küstenregionen beschränkt.

1658 geriet das Land ganz unter holländische Kontrolle. Lediglich das Königreich Kandy im Landesinneren konnte sich behaupten und unabhängig bleiben. Im Jahr 1796 stand die Insel mit dem Namen Ceylon unter britischer Herrschaft. Nach der Zerschlagung des Königreichs Kandy wurde Sri Lanka 1818 schließlich ganz britisch.

In den folgenden Jahrzehnten wurde in Sri Lanka die Infrastruktur entwickelt und insbesondere der Anbau von Tee und Kaffee gefördert. 1917 wurde die Ceylon Reform League gegründet.

Die aufkeimende Nationalbewegung konnte jedoch aufgrund von Streitigkeiten zwischen Tamilen und Singhalesen nicht bestehen und löste sich auf.

Im Jahr 1948 wurde Sri Lanka (Ceylon) innerhalb des britischen Commonwealth unabhängig. 1972 schließlich wurde die Republik Sri Lanka ausgerufen, der frühere Name Ceylon wurde nicht mehr verwendet.

Wirtschaft

Die wichtigsten sri-lankischen Exportgüter sind Tee (der ehemalige Name Ceylon stammt auch daher), Textilien, Edelsteine und Kokosnussprodukte. Auch der Tourismus gewinnt nach dem Ende des Bürgerkrieges an Bedeutung.

Die wichtigsten Importpartner Sri Lankas sind Indien, Singapur, Hongkong und China, während die wichtigsten Exportpartner die USA, Großbritannien, Indien und Deutschland sind.

Mitgliedschaften

Sri Lanka ist unter anderem Mitglied der UN, Commonwealth, Blockfreienbewegung und der SAARC (South Asian Association for Regional Cooperation).

Bevölkerung

Mit rund 75% sind die Singhalesen die größte Volksgruppe in dem Inselstaat, die Tamilen sind mit 15,4% die größte Minderheit. Sie teilen sich in Sri Lanka-Tamilen und indische Tamilen auf.

Die Moors, tamilischsprachige Muslime, machen etwa 9,2% der Bevölkerung aus. Zudem leben noch etwa 40.000 Malaien und 37.000 Burgher auf Sri Lanka. Die Veddas, indigene Ureinwohner Sri Lankas, sind nahezu ganz verdrängt worden und zählen nur noch ein paar Hundert Angehörige.

Sprache

Die Sprache der Singhalesen ist Singhalesisch (Sinhala), die der Tamilen und Moors ist Tamil. Diese beiden Sprachen sind die Amtssprachen Sri Lankas. Daneben ist Englisch noch weit verbreitet.

Religion

Rund 70% der Sri Lanker sind Buddhisten, 12,6% Hindus, 9,7% Muslime und 7,4% Christen. Der sri-lankische Staat ist laut der Verfassung dazu verpflichtet, den Buddhismus zu schützen und zu fördern.

Essen und Trinken

Die Küche Sri Lankas setzt stark auf Gewürze und hat viele Einflüsse der südindischen Küchen vorzuweisen. Aber auch einige Einflüsse der ehemaligen Kolonialmächte sind zu finden. Grundnahrungsmittel sind Reis und Linsen.

Nicht wegzudenken sind die Rotis, kleine aus Mehl und Kokosraspeln gemachte Fladenbrote sowie Papadam, Chips aus Linsenmehl, die gerne beim Frühstück oder als Zwischenmahlzeit verspeist werden.

Zum Frühstück werden auch sehr gerne die „String Hoppers“ genannten Nudelteigfladen und „Egg Hoppers“, Pfannkuchen mit Eifüllung, gegessen. Insgesamt sind viele Gerichte fleischlos, da viele Sri Lanker aus religiösen Gründen kein Fleisch essen.

Obst
und Gemüse stellt die Grundlage für viele Gerichte da. Typisch sind auch die als Curry bekanten Gewürzmischungen, die zumeist recht pikant und teilweise sehr scharf sind.

Das Reisgericht „Rice and Curry“ wird in vielen Variationen zubereitet und ist das Nationalgericht Sri Lankas. Als Nachtisch sind die süßen Ölkuchen „Kavun“ und „Kiribath“, ein Milchreis, sehr beliebt.

Sri Lanka ist vor allem für die heimischen Teesorten weltbekannt. Daneben gibt es noch einige andere landestypische Getränke wie „Toddy“, ein Palmwein, „Faluda“ und die Kokosnussmilch. Sehr berühmt ist auch „Arrack“, eine gebrannte Spirituose aus Kokospalmenblüten.

Geld/Währung

Die sri-lankische Währung ist die Rupie. Kreditkarten und EC-Karten werden in den Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. Die Kreditkarten von Diners Club sind wenig verbreitet und können verweigert werden.

In den ländlichen Gebieten wird die bargeldlose Bezahlung bevorzugt. EC-Karten mit einem V-Pay-Logo können auf Sri Lanka nicht benutzt werden. Die Sri Lanka Rupie ist keine international gehandelte Währung und sollte vor dem Verlassen des Landes ausgegeben werden.

Strom

In Sri Lanka beträgt die Netzspannung 230 Volt, somit können deutsche Elektrogeräte ohne Probleme benutzt werden. Da die Steckdosentypen nicht vom europäischen Typ sind, wird ein Steckdosenadapter benötigt.

Medizinische Hinweise

Die aktuellen Informationen erhalten Sie bei Ihrem Hausarzt oder unter https://www.travelmed.de/ bzw. der Website des Centrums für Reisemedizin (CRM).

Sicherheit

Es wird empfohlen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden. Anordnungen bei Sicherheitskontrollen sollte unbedingt Folge geleistet werden. Im Yala-Nationalpark sind lediglich Reisen in „Block 1“ möglich.

Aktuelle Hinweise zur Sicherheitslage im Land finden Sie unter https://www.auswaertiges-amt.de/.

Adressen

In Deutschland:

Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
14163 Berlin
https://www.srilanka-botschaft.de/de/

Es gibt ein Generalkonsulat in Frankfurt sowie Honorarkonsuln in Stuttgart, Bodenheim, Bremen, Hamburg, Kaarst, Leipzig und München.

Die genauen Adressen sind beim Auswärtigen Amt gelistet.

In Sri Lanka:

Botschaft der BRD
Colombo 40, Alfred House Avenue,
Colombo 3
https://www.colombo.diplo.de

Auswärtiges Amt

In Deutschland https://www.auswaertiges-amt.de/

In Österreich     https://www.bmaa.gv.at/

In der Schweiz https://www.eda.admin.ch/