In Myanmar finden Sie buddhistische Spiritualität neben faszinierenden Landschaften. Durch jahrzehntelange Abschottung von der Außenwelt bietet Ihnen Myanmar heute einen Blick in die Vergangenheit. Buddhistische Traditionen und althergebrachte Bräuche haben sich hier erhalten wie kaum anderswo. Entdecken Sie neben der Religion auch die fantastische Landschaft Myanmars mit über 5.000 Meter hohen Bergen, Sumpfgebieten und riesigen Primärwäldern!

13 Reisen gefunden



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Myanmar

Das Land Myanmar liegt in Südostasien und grenzt an grenzt an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, Indien, Bangladesch und den Golf von Bengalen. Das Land ist auch unter dem Namen Burma, deutsch Birma bekannt. Im Jahr 2011 wurde, die seit 1962 herrschende Militärdiktatur, durch die Einsetzung eines zivilen Staatsoberhaupts, beendet. Im Norden liegt das Kachin-Bergland, ein südlicher Ausläufer des Himalaya. Entlang der Küste am Golf von Bengalen erstrecken sich Sumpfgebiete, dahinter liegt das Arakan-Joma-Gebirge. Die größte Stadt des Landes ist Yangon (Rangun), die heutige Hauptstadt jedoch ist Naypyidaw. Die neue Hauptstadt gleicht jedoch in vielen Bezirken immer noch einer verlassenen Geisterstadt. Die Regenzeit in Myanmar ist von Ende Mai bis Mitte Oktober. Die größte ethnische Gruppe sind die Bamar, gefolgt von den Shan, den Karen und den Rohingya. Insgesamt stammen die ca. 52 Millionen Einwohner aus 135 verschiedenen Ethnien. Der Großteil der Bevölkerung ist dem Buddhismus angehörig und das alltägliche Leben ist nach diesem Glauben ausgerichtet. Myanmar bietet ein großes Angebot an Sehenswürdigkeiten und der Tourismus ist stark aufstrebend. Myanmar wird nicht umsonst das “Goldene Land” genannt. Überall findet man mit gold überzogene Pagoden, Tempel und weitere Schmuckstücke. Für eine Myanmar-Reise braucht man ein gültiges Visum und einen Reisepass. Das größte und wichtigste Fest in Burma ist das burmesische Neujahrsfest Thingyan. Da es im April mit viel Wasser gefeiert wird, nennt man es umgangssprachlich auch “Wasserfest”. Die kühlste und trockenste Periode ist von Oktober bis Mitte Februar. Man kann aber auch in den Sommermonaten nach Myanmar reisen. Während der Regenzeit ist die Natur besonders grün und die meisten Schauer fallen am Nachmittag oder Abend.

Kyaikhtiyo Pagode

Der Goldene Fels ist eine der heiligsten Stätten von Myanmar und einer der wichtigsten Pilgerorte. Der Goldene Fels liegt auf einem Berg bei dem Städtchen Kyaikto im Mon-Staat. Der Legende nach wird der Fels nur von zwei Haaren Buddhas im Gleichgewicht gehalten, sodass er nicht herunterfällt. Ein alter Eremit sollte die Haarreliquie, die er von Buddha persönlich erhalten hatte in seinem Haarknoten aufbewahrt haben. Vor seinem Tod soll er einen Felsen gesucht haben der seinem Schädel glich. Er fand ihn, brachte ihn den Berg hinauf und errichtete dort eine Pagode, wo sie heute noch steht. Unter der Pagode soll sich das Haar befinden, das von einem Reliquienschrein geschützt ist. Der Fels hat eine Beschichtung aus Blattgold. Die Pilger bringen Blattgoldblättchen mit, die sie an den heiligen Felsen kleben.

Rangun (Yangon)

Rangun ist mit ca. 6 Millionen Einwohnern die größte Stadt Myanmars und gleichzeitig auch größtes Industriezentrum. Die Stadt liegt im Süden des Landes in einer tropischen Klimazone.
Hier liegt eine der größten Pilgerstätten Myanmars, die Shwedagon-Pagode in Yangon. Die Pagode ist mit tonnenschwerem Blattgold überzogen und ihre Spitze ist mit mehreren Tausend Diamanten und Edelsteinen geschmückt. Das Heiligtum soll bereits seit ca. 2500 Jahren existieren und wurde oft durch Erdbeben und Feuer zerstört. Das letzte Mal vollständig restauriert wurde es im Jahr 1990. Außerdem sollte man sich Yangon Downtown mit der Sule-Pagode, auch Kyaik Athok anschauen. Diese soll bereits seit 253 v. Chr. existieren. Beeindruckend sind auch die vielen kolonialen Bauten, die man beim schlendern durch die Stadt erblicken kann.
Interessant ist auch das National Museum und der Chaukhtatgyi-Buddha-Tempel mit einer der längsten liegenden Buddhafiguren in Myanmar. Natürlich sollte man bei einer Myanmar-Reise auch das köstliche Essen auskosten und die bunten Märkte besuchen, in Rangun ist der Bogyoke-Markt besonders empfehlenswert. Eine besondere Atmosphäre versprechen auch das indische und chinesische Viertel.


Bagan

Ein absolutes Muss auf jeder Myanmar-Reise ist Bagan. Zur so genannten Bagan Archaeological Zone, der ehemaligen Königsstadt zählen rund 2500 Tempel, Klöster und Pagoden. Die meisten stammen aus dem 10. bis 14. Jahrhundert. Bagan liegt in der heutigen Mandalay-Division, 155 km südwestlich der Stadt Mandalay am Ostufer des Irrawaddy. Die Stadt war über 430 Jahre das Zentrum des ersten Königreichs vom heutigen Birma. Einige Tempel sind aufwendig restauriert, andere verfallen und auf jeden Fall ist für jeden Buddhismus-Liebhaber das richtige dabei. Die wichtigsten Bauten sind Shwezigon-Pagode, Htilominlo-Tempel, Ananda-Tempel, Thatbyinnyu-Tempel. Ebenso sehenswert sind der Pahtothamya-Tempel, Shwesandaw-Pagode sowie der Dhammayangyi-Tempel, Sulamani-Tempel und Gubyaukgyi Tempel. Um dieses einmalige Tempel-Areal zu besichtigen, eignet sich eine Radtour, eine Fahrt mit einer Pferdekutsche oder eine Ballonfahrt, um sich das Gebiet und die faszinierenden Sehenswürdigkeiten von oben anzuschauen. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch bei Sonnenaufgang.

Mandalay

Ebenso ein Highlight jeder Myanmar-Reise ist die Stadt Mandalay. Sie liegt im Zentrum Birmas uns liegt in einer Biegung des Irawadi-Flusses. Die zweitgrößte Stadt Myanmars hat ca. 1,6 Millionen Einwohner. Vom Mandalay-Hill im Norden der Stadt aus hat man einen herrlichen Blick über die Stadt und kann sich einen ersten Überblick verschaffen. Ganz in der Nähe liegt die Kothodaw-Pagode, rundherum stehen 729 kleine, weiße Pagoden, in denen jeweils eine Marmortafel mit Text untergebracht ist. Würde man diese auf Papier bringen, so würde man 15.000 Seiten Papier füllen, weshalb man die Pagode oft auch als “Größtes Buch der Welt” bezeichnet.
Einzigartig ist auch die Buddha-Statue in der Mahamuni-Pagode. Sie ist zudem eine der wertvollsten der Welt, da er nicht nur reichlich mit Edelsteinen verziert ist, sondern Pilger auch täglich noch mehr Blattgold anbringen. Inzwischen schätzt man auf 3 bis 12 Tonnen Blattgold. Dieses wird direkt in Mandalay von Goldschlägern produziert, einige der Schauwerkstätten kann man auch besichtigen. Außerdem sollte man sich auch die Handwerksbetrieben von Steinmetzereien (Stone Carving), Holzschnitzereien, Glockengießereien, Silberschmieden und Webereien anschauen.
Der ehemalige Königspalast liegt inmitten der Stadt und umfasst ein riesiges Gelände. Besonders sehenswert ist hier das mit schönen Holzschnitzereien verzierte Shwenandaw-Kloster.

Amarapura

11 km südlich von Mandalay liegt die Stadt Amarapura, ebenfalls eine ehemalige Königshauptstadt und beliebtes Touristenziel. Absolutes Highlight ist hier die U-Bein-Brücke. Sie ist mit 1.200 Meter die längste Teakholzbrücke der Welt und führt über den Thaungtaman-See. Besonders beliebt ist ein Fotomotiv während des Sonnenuntergangs. Ein ganz besonderes Highlight ist auch die Mönchsspeisung im Mahagandayon-Kloster. Vom ehemaligen Königspalast sind fast nur noch Ruinen übrig. Daher sollte man eher dem Holzkloster Bagaya Kyaung einen Besuch abstatten. Auch die Kyauktawgyi-Pagode und die Patodawgyi-Pagode mit ihrer 50m hohen Stupa sind sehenswert. Ein Ausflug lohnt sich auch nach Mingun, Inwa und zu den Hügeln von Sagaing.

Inle-See

Der Süßwassersee Inle-Lake liegt in Zentral-Myanmar, unweit von Mandalay. Nur der Indawgyi-See im Land ist noch größer. Besonders bekannt sind in dieser Region die Einbeinruderer. Ein weiterer besonderer Höhepunkt bei einem Besuch des Inle-Lakes sind die schwimmenden Gärten der Bevölkerung, wo sie ihr Gemüse, Blumen und Früchte anbauen. Für Touristen werden zahlreiche Bootsausflüge angeboten und die Umgebung lädt zum entspannen und relaxen ein.
Außerdem kann man Kunsthandwerksbetriebe und Cheeroot-Zigarrendrehereien besuchen. Rund 8 km vom See entfernt liegt die kleine Stadt Nyaung Shwe. Man sollte von hier aus auch einen Abstecher nach Pindaya machen. Die dortigen Höhlen, die Pindaya Caves sind eine besondere Sehenswürdigkeit. Mehr als 8000 Buddhafiguren stapeln sich in den riesigen Höhlen bis zur Decke.

Ngapali Beach

Myanmar hat nicht nur traumhafte Landschaften, beeindruckende Tempel und sehenswerte Städte zu bieten, sondern auch eine Vielzahl von paradiesischen Stränden. Insbesondere der Ngapali Beach, an der Westküste ist berühmt für seinen kilometerlangen, weißen Strand. Hier kann man auch Fahrräder und Boote ausleihen um auf eigene Faust kleinere Touren zu unternehmen. Auch Tauchen und Schnorcheln kann man hier besonders gut, da es in der Nähe ein Korallenriff zu bestaunen gibt. Südlich des Ngapali Beachs liegt der ebenfalls lohnenswerte Ngwe Saung Beach.

Mobilität

In manche Landesteile, vor allem in Grenzgebiete ist das Reisen verboten. Informationen hierzu erhält man bei der Botschaft. Häufig gibt es Straßensperren des Militärs, der Polizei oder anderer Behörden. Während des Monsuns sind die Verkehrswege häufig überschwemmt und daher unpassierbar. Das Flugzeug ist ein geeignetes Verkehrsmittel um größere Distanzen innerhalb des Landes zurückzulegen. Das Autofahren ist für Ausländer in Myanmar verboten, weshalb eine Mietwagenreise nicht möglich ist. Wer trotzdem gerne individuell reist kann auf Reisebusse zurückgreifen. Einige Strecken sind auch mit dem Schienennetz per Bahn verbunden. Am besten lernt man das Land per Schiff kennen. Es werden auch Kreuzfahrten durch das Land angeboten. Nach Myanmar werden auch zahlreiche organisierte Rundreisen in einer Kleingruppe angeboten. Außerdem gibt es Länderkombinationen mit den Nachbarländern.