China, das Reich der Mitte, gehört zu den ältesten Hochkulturen der Welt. Das bevölkerungsreichste Land der Welt übt durch seine wechselvolle Geschichte und die jahrtausendealte Kultur eine magische Anziehungskraft auf seine Besucher aus. Die modernen Metropolen Shanghai und Peking im Osten des Landes stehen im Kontrast zu den einsamen Gegenden im Hinterland, in denen die traditionsbewusste Landbevölkerung lebt. Lassen Sie sich vom Zauber Chinas verführen!

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Am Rande der Seidenstraße – Muztagh Ata (7546 m)

Am Rande der Seidenstraße – Muztagh Ata (7546 m)
30 Tage
  China


Die breite Eiskuppel des 7546 m hohen Muztagh Ata gehört zu den imposantesten Bergen Asiens. Die technisch unschwierige Besteigung macht den Gipfel zu einem herausragenden Ziel für erfahrene...

ab 4.790Details


Kleine Gruppengröße, max. 12 Teilnehmer

    China

    Die Volksrepublik China wurde am 1.Oktober 1949 gegründet und ist ein kommunistischer Staat in Ostasien. Mit rund 1,4 Milliarden Einwohnern ist das Land das bevölkerungsreichste der Welt und gemessen an der Gesamtfläche belegt es Platz drei. Wirtschaftlich und technologisch ist China in den letzten Jahren zur Weltmacht geworden. Die unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen prägen das asiatische Land und dessen Vielfalt. Die Volksrepublik China grenzt an 14 Nachbarstaaten und besitzt gemeinsam mit Russland die meisten Nachbarländer. China besitzt mit 22.133 Kilometer Gesamtlänge die längste Landgrenze der Erde. China ist ein multiethnisches Land und selbst die mit über 90% größte Bevölkerungsgruppe Han ist in sich sehr heterogen. Insgesamt sind 55 Ethnien als Minderheiten anerkannt, ebenso vielfältig und unterschiedlich sind die verschiedenen Sprachen und Dialekte, die im chinesischen Staatsgebiet zu finden sind. China ist das Land der Mitte und gilt als eine der ältesten Hochkulturen der Erde. Mehr als 30 chinesische Bauwerke gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Darunter die chinesische Mauer, das Mausoleum Qin Shihuangdis mit mehr als 8000 lebensgroßen Figuren der Terrakotta-Armee und der Kaiserpalast in Peking. Für China ist bei der Einreise ein Visum notwendig.

    Peking und Große Mauer

    Peking, oder auch Beijing ist die Hauptstadt der Volksrepublik China. Die Stadt ist mit 21,5 Millionen Einwohnern eine der größten der Welt und ihr Gebiet ist größer als die Fläche von Schleswig-Holstein. Peking ist das politische Zentrum Chinas und auf Grund der weit zurückgehenden Geschichte ist die Stadt ein bedeutendes Kulturerbe. Dies umfasst die Verbotene Stadt, seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe, die traditionellen Wohnviertel mit Hutongs, den Tian’anmen- Platz (Platz am Tor des Himmlischen Friedens), den neuen und alten Sommerpalast und verschiedene Tempel, wie z. B. den Lamatempel, den Himmelstempel und den Konfuziustempel. Ein besonderes kulturelles Highlight ist der Besuch einer Aufführung in der Peking-Oper. Hier werden meist viele Künste und Stilrichtungen gemischt und das Drama basiert auf historischen oder mythischen Stoffen. Im Nationalen Kunstmuseum oder dem Hauptstadtmuseum bekommt man einen Einblick in die traditionelle chinesische Kunst und die weit zurückreichende Geschichte.
    In der Verbotenen Stadt liegt, der von einer Mauer umgebene Kaiserpalast. Da die historische Altstadt ehemals nicht für das einfache Volk zugänglich war, wurde sie mit einer Mauer eingegrenzt. Sie wurde nach dem Abbild des Kosmos erbaut und bestand aus drei rechteckigen Vierteln (Kaiser- ,innere und äußere Stadt). Der Ort diente 24 chinesischen Kaisern der Ming- und Qing-Dynastien und ihren Familien als Residenz. Heute ist dort das Palastmuseum Pekings untergebracht. In der Inneren Stadt lagen neben der Verbotenen Stadt auch die Regierungsgebäude, Paläste, Tempel, Garten- und Parkanlagen. Außerhalb der Kaiserstadt und ihrer ca. 25 km langen Mauer lagen viele Märkten und Tempel, sowie Wohnviertel.
    Der Tian’anmen-Platz ist der größte Platz der Welt. Auf ihm können sich über eine Million Menschen versammeln und er wurde nach Übernahme durch die Kommunisten als Zentrum der Stadt erbaut. An der Westseite des Platzes steht die Große Halle des Volkes, wo die chinesische Nationalversammlung untergebracht ist. Ihr gegenüber befindet sich ein Museum zur chinesischen Geschichte und Revolution. In der Mitte des Platzes findet man ein Denkmal für die Helden des Volkes und die Grabstätte von Mao Zedong.
    In den nordwestlichen Vororten (Shisan ling) befinden sich die Ming-Gräber der Kaiser aus der Ming-Dynastie. Zu diesen gelangt man über eine Allee, die von marmornen Löwen, Elefanten, Kamelen und Pferden geprägt ist. Nordwestlich davon steht ein Teil der Chinesischen Mauer. Über 8850 km zieht sich dieses monumentale Bauwerk durch China. Mit dem Bau der Chinesischen Mauer wurde bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. begonnen und bis ins 16. Jahrhundert daran gearbeitet. Würde man aus den noch stehenden Teilstücken eine Mauer mit 5m Höhe und 1m Tiefe erbauen, so wäre diese länger als der Erdumfang. Den bekanntesten Mauerabschnitt findet man bei Badaling, ca. 70km nordwestlich von Peking. Hier befinden sich in regelmäßigen Abständen Wachtürme aus der Ming Zeit und die Mauer ist an dieser Stelle etwa 6 m breit. Aus Verteidigungsgründen verläuft die Mauer hier auf dem Grat einer Bergkette.
    Nirgendwo in China findet man mehr Vielfalt an gastronomischen Köstlichkeiten als in Peking. Hier kann man sich nicht nur durch die verschiedenen regionalen Küchen Chinas und Asiens probieren sondern findet Speisen aus allen Weltregionen.

    Xi’an

    Xi’an war unter der Qin-Dynastie die erste Hauptstadt des Kaiserreichs China und im Verlauf der 1120 Jahren immer wieder Hauptstadt des Kaiserhauses, meist unter dem Namen Chang’an. Weltbekannt wurde die Stadt aber erst im Jahre 1974 als bei archäologischen Ausgrabungen 8000 Terrakotta-Soldaten in Lebensgröße gefunden wurde. Diese waren in der Grabstätte des Kaisers Qin Shihuangdi in Gefechtsstellung aufgestellt. Die Terrakotta-Armee ist heute eine der meistbesuchten Touristenattraktionen des Landes. Während der 36 Jahre, begonnen im Jahr 246bv. Chr., andauernden Arbeiten an der Grabstätte waren teilweise 700.000 Arbeiter gleichzeitig beschäftigt um dies zu errichten.
    Die Stadtmauer von Xi’an ist 13,6 km lang und gilt als am besten erhaltene Stadtmauer des Landes. Die Zugbrücken der Vier Tore wurden morgens durch ein Signal des Glockenturms heruntergelassen und am Abend durch ein Signal des Trommelturms wieder hochgezogen. Beide Türme lohnen ebenfalls eine Besichtigung.
    Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die große Wildganspagode. Diese besteht aus sieben Stockwerken, welche durch eine Holztreppe im Inneren bestiegen werden können. An klaren Tagen hat man von oben einen spektakulären Blick über die Stadt. Der Name geht auf eine Legende zurück, da in einem buddhistischen Kloster, in welchem das Fleisch ausgegangen war ein Mönch zu Buddha rief, dass ihnen das Fleisch fehlte. In diesem Moment fiel ein tote Gans von einer Schar vorbeiziehender Wildgänse vom Himmel. In dem Glauben Buddha selbst habe sich ihnen geopfert, errichteten die Mönche der Gans zu Ehren diese Pagode. Bei Nacht erleuchten hier sehenswerte Wasserspiele.
    Im muslimischen Viertel ist besonders die 1250 Jahre alte Moschee zu Xi’an ein Highlight, da diese der chinesischen Architektur angepasst wurde. Die Stadt ist somit mehr als nur Ausgangspunkt um die Terrakotta-Armee zu betrachten und sollte auf einer China-Reise eingeplant werden.

    Luoyang

    Die bekannte Stadt liegt in der Provinz Henan und war während 70 Kaiser-Regierungs -Zeiten Hauptstadt des Kaiserreiches China, da diese aus 9 verschiedenen Dynastien stammten trägt die Stadt den Beinamen “Hauptstadt von 9 Dynastien”. Neben den kulturellen Stätten ist auch die Landschaft um Luoyang sehenswert. Der Weiße Wolkenberg, der Funiu-Berg, der nationale Waldpark Long Yu Wan, die Ji Guan Kalkstein-Höhle und das Gebiet Xiaolangdi am Gelben Fluss sind nur einige der Highlights im Umland der Stadt.
    Eine besondere Feierlichkeit findet jährlich im April statt, das Pfingstrosenfest zieht mit seiner Blütenpracht Touristen aus aller Welt an.
    Luoyang war nicht nur Wirkungsstätte von Laotse, auch Konfuzius soll hier studiert haben. Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten liegt etwa 70 km südöstlich von Luoyang, das bekannte Shaolin-Kloster. Es wird auch als “Tempel Nr. 1 unter dem Himmel” bezeichnet. Es ist für seine Kampfkünste, das Shaolin Kung Fu, sowie für Tai Chi und Qigong bekannt. Hier soll ein indischer Mönch vor rund 1.500 Jahren die Grundlagen des Zen-Buddhismus geschaffen haben.
    Hauptattraktion ist jedoch die Longmen Grotte, auch Drachentor Grotte. Das UNESCO-Weltkulturerbe befindet sich am Yi Fluss, 13 km südlich von der alten Hauptstadt Luoyang. Dort findet man beeindruckende Steinskulpturen die zu den größten Schätzen der Felsenbildhauer Chinas gehören. In 2345 Nischen findet man über 100.000 Buddha-Statuen. Die größte Statue ist der 17,14 Meter hohe Buddha Vairocana, die kleinste Mikrogravur-Buddhafigur ist nur 2 Zentimeter hoch.
    Eine wichtige Sehenswürdigkeit ist der Tempel des Weißen Pferdes, dieser gilt als der älteste buddhistische Tempel der Welt.
    Eine weltweit einzigartige Attraktion ist sicherlich das Gräbermuseum. Die antiken Gräber von Kaisern, Adligen und Literaten wurden wieder aufgebaut und man kann deren Schätze und Grabbeigaben bestaunen. Ein einmaliger Einblick in die Grabkultur Chinas.
    Im Guanlin Kloster, ebenfalls eine Sehenswürdigkeit der Stadt, findet man über 1000 alte Kiefern und Zypressen. Außerdem sollte man nicht verpassen die gastronomischen Leckereien Luoyang Wasserbankett Shuixi und Tangmian Jiao (gedämpfte Teigtaschen) zu probieren.

    Shanghai

    Shanghai ist eine der größten Städte uns eine der bedeutendsten Industriestädte der Welt. Die Stadt ist wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ein Zentrum für Kultur und Bildung mit zahlreichen Universitäten, Museen und Theatern. Der Name Shanghai bedeutet so viel wie “Stadt über dem Meer” da sie am im Mündungsgebiet des Jangtsekiang am Huangpu-Fluss liegt. Das Stadtbild von Shanghai ist vor allem durch stetig neue Wolkenkratzer geprägt und gilt als modernste Stadt Chinas. Zu den wenigen historischen Attraktionen Shanghais zählen die siebenstöckige Long-Hua-Pagode aus der Zeit der Song-Dynastie und das Long-Hua-Kloster mit der 3m hohen Buddha-Statue. Einen Besuch sollte man dem Yu-Garten, einem der berühmtesten Gärten Chinas abstatten. Vom Bund aus, einer Promenade am Ufer des Huangpu-Flusses hat man einen spektakulären Blick auf die Skyline des Stadtviertels Pudong. Die Aussicht von einem dieser Wolkenkratzer wie z.B. dem Jinmao-Tower ist fantastisch und bei Nacht verwandelt sich die Stadt in ein Lichtermeer und erwacht zum Leben. Das Nachtleben Shanghais mit seinen vielen Rooftop-Bars sollte man nicht verpassen und auch eine Shoppingtour ist ein wahres Erlebnis.
    Bei einem Tagesausflug in das Wasserdorf Wuzhen am großen Kaiserkanal, lernen sie das ursprüngliche China kennen und können verschiedene traditionelle Manufakturen besichtigen.

    Nationalparks und beeindruckende Landschaften

    Das wohl schönste Gebirge ist wohl das Huangshan Gebirge (Gelbe Berge), welches seinen Namen zu Ehren des Gelben Kaisers erhielt. Die 72 verschieden geformten Gipfel des Gebirges ragen nach Regenfällen aus dem dichten Wolkenmeer. Hier geht man tatsächlich über den Wolken, die bei Sonnenuntergang in allen Farben erstrahlen.
    Der Film Avatar wurde von der Landschaft im Wulingyuan Park der Provinz Hunan inspiriert. Hier findet man auch die berühmten Halleluja Felsen. Die etwa 3.000 der bis zu 200 Meter hohen Sandsteinpfeiler, liegen mitten im tiefen Regenwald. Die Aussichtsterrasse in Huangshizhai (Dorf des Gelben Löwen) bietet einen spektakulären Blick in die Tiefe. In der Stadt Zhangjiajie, befindet sich ein weiterer eindrucksvoller Berg, der Tian’men Shan, das Tor zum Himmel. Der Wulingyuan ist ein faszinierender Nationalpark, in dem es viel zu entdecken gibt.
    Der Shunan Zhuhai Nationalpark im Süden Chinas ist ein wahres Bambusmeer. Die Wanderwege durch den Bambuswald bieten tolle Aussichten, Wasserfälle, ruhige Bächlein, sowie Tempel die man besuchen kann. Auch Vogelliebhaber werden zwischen den verschiedenen uralten Bambusarten fündig.
    Ebenfalls beeindruckend sind die malerischen Landschaften entlang des Li Jiang Flusses. Während einer Kreuzfahrt auf dem Fluss können sie die traumhaften Felsformationen der Karstlandschaft bestaunen.
    Der Jiuzhaigou Nationalpark liegt in der chinesischen Provinz Sichuan und ist seit 1992 UNESCO-Weltkulturerbe. Geprägt ist die Landschaft durch einzigartige Bergformationen, Seen und traumhaften Wasserfällen. Außerdem sind hier der Große Panda und der Kleine Panda, sowie weitere seltene Säugetieren und Vogelarten zu beobachten.

    Mobilität

    Für lange Strecken ist das Flugzeug in China unentbehrlich, denn die großen Distanzen dürfen nicht unterschätzt werden. Flugverbindungen gibt es regelmäßig und auch die Busverbindungen zwischen den Städten sind gut, jedoch sind Busse häufig überfüllt. Zudem gibt es ein Angebot von teuren Luxusbussen. Ca. 80% der Städte und Dörfer sind an das Straßennetz angeschlossen. Bei einer Mietwagenreise sollte bedacht werden, dass die Straßen nicht immer in gutem Zustand sind und die Entfernungen leicht unterschätzt werden. So sind es beispielsweise von Peking nach Shanghai 1461km und der Verkehr in großen Städten ist oftmals sehr chaotisch. Mietwagenreisen sind oft problematisch, da diese nur mit einem Chauffeur gebucht werden können und viele Autovermietungsfirmen die Reisepässe einbehalten. Autofahren ist allgemein nur mit einer Sondergenehmigung gestattet. Deshalb ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für Individualreisende zu empfehlen. Wer sich einer organisierten Kleingruppenreise anschließt kann aus einem großen Angebot wählen und persönliche Schwerpunkte setzen. Dabei ist es möglich in kurzer Zeit viel von dem Reiseland China zu entdecken.